Thomas Papenfuß
Unterricht

Unterrichtslaufbahn

Unterrichtsszene
Nach meinem Studium unterrichtete ich zunächst an der Musikschule der Stadt Brandenburg an der Havel. Von 1997 bis 2013 arbeitete ich überwiegend an der Musikschule Spandau. Ich habe dort vor allem Kindern und Jugendlichen Einzel- und Gruppenunterricht gegeben, ein Ensemble in mehreren Altersstufen gegründet, zahlreiche Reisen organisiert und betreut. Ferner arbeitete ich in mehreren allgemeinbildenden Schulen (Eichenwaldgrundschule, Carlo-Schmidt-Oberschule, Wilhelm-Maybach-Oberschule und Kant-Gymnasium) in Schulkooperationen.
Die Veränderungen, die die vom Berliner Senat 2012 erlassene neue Ausführungsverordnung für die Berliner Musikschulen ab dem 2. Halbjahr 2013 mit sich bringen werden, scheinen mir mit meinen pädagogischen Ansprüchen und meiner Vorstellung, wie ich arbeiten möchte, nicht vereinbar, weshalb ich es vorzog, die Musikschule Spandau zu verlassen.
Derzeit unterrichte ich freiberuflich in Berlin Spandau, sowie erneut an der Musikschule der Stadt Brandenburg.

Inhalte

Der Schwerpunkt meines Unterrichts liegt im Bereich der klassischen Gitarre, ich versuche jedoch auch immer über diesen Tellerrand zu schauen und all die anderen Möglichkeiten des Gitarrenspiels mit einzubeziehen. Liedbegleitung, südamerikanische und spanische Folklore gehören selbstverständlich dazu. Spielerisch und entspannt wird das Spiel nach Noten ebenso gelernt, wie Stücke auswendig zu spielen oder Lieder nach dem Gehör zu begleiten. Neben dem rein solistischen Spiel, ist es mir ein Herzensanliegen, die Schüler zur Kammermusik gemeinsam mit anderen Instrumenten oder im Gitarrenensemble, das für alle fortgeschrittenen Spieler kostenlos zusätzlich angeboten wird, zu motivieren.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Ich habe immer viel Freude an der Arbeit mit Kindern und denke, es gelingt mir, die Kinder mit meiner Begeisterung für Musik anzustecken, mitzureißen und ihnen auch die Freude am Instrument zu vermitteln.
Sehr gerne unterrichte ich aber auch Erwachsene, die oft einen gänzlich anderen Zugang zum Erlernen eines Instrumentes haben als Kinder. Erwachsene gönnen sich vielleicht, wenn sie nun die Zeit dazu finden, etwas nachzuholen, das ihnen in der Jugend nicht möglich war, oder sie suchen einen Ausgleich zu ihrem Alltag. Sie wollen vielleicht etwas für sich persönlich tun oder sie setzen sich konkrete Ziele, etwa ihre Kinder beim Singen begleiten zu können, was für mich als Lehrer auch eine sehr spannende Aufgabe ist.

Gruppenunterricht

Neben den finanziellen Aspekten bietet der Gruppenunterricht auch viele inhaltliche Vorteile:
Das gemeinsame Lernen und soziale Miteinander bereitet viel Freude, und gerade Kinder haben Spaß hieran. Von Anfang an wird so auch gelernt, aufeinander zu hören, zu reagieren und musikalisch zu kommunizieren. Man lernt mit- und voneinander.
Ein Nachteil des Gruppenunterrichts ist das bisweilen sehr unterschiedliche Lerntempo der einzelnen Teilnehmer. Hier bin ich stets bemüht, die Gruppen so zusammenzustellen, dass dies menschlich und inhaltlich zueinander passt.

Einzelunterricht

Der Einzelunterricht bietet die Möglichkeit, mit noch mehr Aufmerksamkeit auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers einzugehen und Talente zu fördern.

Preise

Ich erhebe für kontinuierlichen, wöchentlichen Unterricht ein jährliches Regelentgelt, das in 12 monatliche Einzelbeträge umgelegt wird.
Die Unterrichtsgebühr beträgt:

Einzelunterricht

30 min / wöchentlichem Termin: 60,- € / Monat
45 min / wöchentlichem Termin: 85,- € / Monat
60 min / wöchentlichem Termin: 105,- € / Monat

Gruppenunterricht

Gruppenunterricht kostet 50,- € / Monat für
45 min / wöchentlichem Termin in 2er- und 3er-Gruppen
60 min / wöchentlichem Termin in 4, oder 5er Gruppen
90 min / wöchentlichem Termin in größeren Gruppen

Wie auch an Musikschulen üblich, wird in den Schulferien des Landes Berlin und an Feiertagen nicht unterrichtet.

Einzelstunden

Nach Vereinbarung können auch einzelne Stunden genommen werden. Diese kosten 40,-€ pro 60 Minuten.

(Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten.)

Material

Instrument

Zunächst wird für den Unterricht natürlich ein geeignetes Instrument benötigt. Da ich überwiegend „klassische Gitarre“ unterrichte, sollte es auch eine solche klassische Gitarre (bisweilen auch als spanische Gitarre bezeichnet, vordergründiges Merkmal sind die Nylonsaiten) sein, auf der der Unterricht erfolgt. Für Kinder ist es wichtig, das Instrument in der richtigen Größe zu kaufen. Viele Hersteller bieten Gitarren als 1/4. 1/2, 3/4, 7/8, oder natürlich als ganze Größen an. Es ist durchaus möglich, die Gitarre ein wenig „auf Zuwachs“ zu kaufen, jedoch sollte die Größe das Kind weder beim Halten des Instrumentes, noch seine Finger beim Greifen überfordern.
Bei der Auswahl des Instrumentes sollte man genügend Sorgfalt walten lassen. Es ist wichtig, für Kinder die richtige Größe zu ermitteln. Das Instrument sollte im Rahmen des Budgets so gut wie möglich klingen, sorgfältig verarbeitet sein und das Spielen nicht unnötig erschweren (z.B. durch eine ungünstige Saitenlage, oder eine wenig ergonomische Halsform). Es gibt seriöse Internethändler, die ihre Instrumente sorgfältig prüfen und auch eine Retour problemlos akzeptieren. Dennoch halte ich es für den besseren Weg, ein Instrument beim lokalen Fachhändler zu kaufen. Man kann es so vor dem Kauf gründlich testen, die verschiedenen Größen ausprobieren, Geschmacksfragen, sowohl was den Klang des Instrumentes, als auch dessen Optik betrifft, abwägen.
Sofern dies gewünscht wird, nehme ich mir gerne Zeit, Sie beim Kauf eines Instrumentes zu beraten, ggf. den lokalen Händler mit Ihnen zusammen aufzusuchen. Für die ersten Unterrichtswochen verfüge ich auch über einige Leihinstrumente. Es lohnt sich immer zu fragen, ob gerade eines verfügbar ist.

Preiskategorien

Die Preise der Gitarren richten sich nach Art der verwendeten Hölzer, dem Land, in dem die Gitarre produziert wird, und einer Fülle weiterer Qualitätskriterien (haben beispielsweise die Kanten Bindings? Aus welchem Material sind Steg und Sattel hergestellt?) und natürlich auch nach der konkret gewünschten Marke.
Die billigsten Instrumente, die vollständig aus Sperrholz hergestellt werden, beginnen im Fachhandel bei einem Preis von ca. 70 Euro bis zu ca. 150 Euro und kommen meist aus China (z.B. die Marken Tension oder Jose Ribera oder auch die Billigserien bekannter europäischer Hersteller, die mittlerweile ebenfalls in China produzieren). Solch kostengünstige „Sperrholzinstrumente“ können, sind sie ordentlich verarbeitet, durchaus für den Anfang genügen.
Ein deutlich besserer Klang lässt sich erzielen, wenn zumindest die Decke des Instrumentes aus massivem Holz hergestellt wird (solche Gitarren werden als teilmassiv bezeichnet). Als Deckenholz kommt Fichte oder Zeder zur Verarbeitung. Die billigsten teilmassiven Gitarren kosten ca. 170 Euro (z.B. „La Mancha“ oder „Hopf/Hellwig“). Meine persönlichen Favoriten in dieser Kategorie sind die Instrumente der Firmen „Jose de Felipe“ (derzeit ca. 250 Euro, je nach Händler), die hervorragend verarbeitet sind und für diese Preislage einen erstaunlich guten Klang haben oder „Granada“ (ca. 220 Euro), die ebenfalls gut, wenn auch etwas weniger aufwendig, verarbeitet sind und für teilmassive Gitarren bemerkenswert kräftig und ausgeglichen klingen.
Wer ein besseres Instrument wünscht, wählt ein vollmassives, bei dem also auch Zargen und Boden aus massiven Holz hergestellt werden. Manche Hersteller bieten solche vollmassiven Instrumente bereits ab 250 Euro an. Infolge weniger guter Hölzer, die verwendet werden, und schlechterer Verarbeitung klingen diese oft aber schlechter als höherwertige teilmassive Gitarren. Vollmassive Instrumente, die auch wirklich deutlich besser sind als vergleichbare teilmassive, gibt es z.B. von der Firma Hanika, deren Gitarren aber auch erst bei einem Preis von ca. 750 Euro beginnen oder auch in ähnlicher Preislage von der Firma Höfner.
Um die Preiskategorien zu vervollständigen, sei die teuerste und qualitativ höchstwertige erwähnt, nämlich handgemachte, d.h. von einem Gitarrenbauer individuell angefertigte Instrumente. Die Preise legen die Gitarrenbauer selbst fest, wobei neben dem Bekanntheitsgrad des Instrumentenmachers, der Qualität, der verwendeten Materialien (Hölzer, Mechaniken etc.) auch der Aufwand, den der Gitarrenbauer für das jeweilige Instrument betreibt, sich im Preis widerspiegelt. Ein in Europa gebautes Instrument wird bei ca. 3000 Euro beginnen und kann bis zu 12000 Euro kosten.

Weiteres Material

Zur Gitarre sollte unbedingt eine geeignete Hülle oder ein Koffer angeschafft werden. Für Kinder ist es wichtig, dass das Instrument gut geschützt ist (die Tasche z.B. gut gepolstert ist) und dennoch auch problemlos getragen werden kann (vorzugsweise mit Riemen auf dem Rücken), weshalb in der Regel für Kinder Koffer nicht in Frage kommen. Große Fächer für die Noten und sonstiges Zubehör sind auch von Vorteil. (Taschen kosten ca. zwischen 20 und 50 Euro, beim Kauf eines neuen Instrumentes sind viele Händler aber willens, die Tasche zumindest im Preis deutlich zu mindern...)
Ferner wird für das Üben zur Hause ein Fußbänkchen benötigt (ca. 10 Euro), sowie ein Notenständer (ab ca. 15 Euro).
Die Verlage bieten eine Vielzahl von Gitarrenschulen an. Ich versuche je nach Alter des Schülers sowie seinen Wünschen und Zielen, die für ihn richtige Gitarrenschule herauszufinden, die dann auch gekauft werden sollte. Auch wenn es heutzutage üblich ist, Noten kostenlos im Internet zu suchen oder zu fotokopieren (was nach wie vor illegal ist) sollte gelegentlich ein Heft oder Buch angeschafft werden. Ein eigenes Buch ist einer „losen Blattsammlung“ stets vorzuziehen.
Sinnvoll ist ferner die Anschaffung eines Kapodasters (zwischen 3 und 20 Euro), mit dessen Hilfe das Griffbrett verkürzt und die Gitarre somit nach oben transponiert werden kann. Früher oder später ist auch der Kauf eines Stimmgerätes oder einer Stimmgabel, sowie eines Metronoms sinnvoll. Wer jedoch über ein Smartphone verfügt, kann letztere Funktionen, meist sogar kostenlos, als App herunter laden.

Alle gemachten Angaben zu Preisen sind ungefähre Erfahrungswerte (Stand Juli 2013), um Ihnen einen Überblick über die Kosten, die entstehen, wenn Sie oder Ihr Kind Gitarre lernen wollen, zu verschaffen, also ohne jede Gewähr.

FAQ

Warum muss ich in den Ferien bezahlen, obwohl ich keinen Unterricht erhalte?

Das Entgelt berechnet sich als monatliche Rate eines zu zahlenden Jahresentgeltes. Der Unterricht ist also während der Unterrichtszeit anteilig billiger, um für die Ferien „anzusparen“. Anderenfalls müsste das Entgelt jeden Monat individuell berechnet werden, was einen immensen Verwaltungsaufwand nach sich zöge.

Wieviel Unterricht bekomme ich für mein Geld?

Für das Jahresentgelt besteht ein Anspruch auf mindestens 37 Unterrichteinheiten pro Jahr. Im Einzelfall können dies in Abhängigkeit der Lage der Feiertage, des jeweiligen Ferienbeginns und -endes, etc. auch bis zu 39 UE sein.

Wird ausgefallener Unterricht nachgegeben?

Sagt der Schüler den Unterricht ab, besteht kein Rechtsanspruch auf einen Ersatztermin. Wird ein Ersatztermin gewünscht, bin ich jedoch stets bemüht, dies möglich zu machen. Voraussetzung ist neben einem nachvollziehbarem Grund allerdings, dass der Termin rechtzeitig (mindestens 24 Stunden vor Unterrichtsbeginn) abgesagt wird, damit ich die Möglichkeit habe, den freien Termin anderweitig zu nutzen. Muss ich einen Termin absagen, werde ich diesen stets nachgeben (oder im Voraus unterrichten), so dass jeder Schüler mindestens die bezahlten 37 Unterrichtseinheiten pro Jahr erhält.

Warum kostet der Gruppenunterricht für alle Teilnehmerstärken dasselbe?

Der einheitliche Preis für Gruppenunterricht ermöglicht eine Änderung der Gruppenstärke (z.B. wenn ein Teilnehmer die Gruppe wechselt oder aufhört) ohne dass das Entgelt sich ändern muss. Lediglich die Unterrichtsdauer wird der Gruppengröße angepasst.

Unterrichten Sie auch e-Gitarre?

Obgleich ich Pop/Rock-Musik durchaus mag und in meinen Unterricht miteinbeziehe, bin ich kein e-Gitarrenlehrer. Es ist, so glaube ich, redlicher, seine Grenzen zu kennen und nur das anzubieten, was man auch wirklich beherrscht. Guten e-Gitarrenunterricht gibt es z.B. hier: https://www.gitarre-friedenau.de/unterricht/e-gitarre.html

Mit welchem Alter kann mein Kind mit dem Gitarrenunterricht beginnen?

Auch wenn es individuelle Entwicklungsunterschiede gibt und manch ein Kind bereits erstaunlich früh Interesse für ein Instrument zeigt, ist in den meisten Fällen das systematische Erlernen eines Instrumentes frühestens nach erfolgter Einschulung, besser erst zu Beginn der zweiten Klasse sinnvoll. Für jüngere Kinder gibt es eine Fülle an Möglichkeiten, ihr musikalisches Talent zu fördern, z.B. Kurse in musikalischer Früherziehung, Kinderchöre, etc.
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